Wie viel kosten GPSR-konforme Etiketten für Online-Verkäufer?
- Preise ab 199 € pro Jahr oder 400–600 € einmalig pro Kategorie
- EU Label Compliance: 290 €/Jahr, unbegrenzte Produkte, 1 Markt
- Leistungsumfang variiert: von Etiketten bis zu technischer Akte und Behördenkontakt
- Nicht alle Anbieter liefern druckfertige Etiketten
- Zusatzkosten für Dokumentenprüfung, Risikoanalyse oder Behördenkontakt möglich
Anbieter im Vergleich
| Provider | Established in | Published price | What the price includes | Best for |
|---|---|---|---|---|
| EU Label Compliance | Tschechien | 290 €/Jahr (1 Markt, unbegrenzte Produkte) | Druckfertige Etiketten (PDF, SVG, PNG), 24 EU-Sprachen, permanenter Produktcode, öffentliches Register, keine Produktprüfung | Online-Verkäufer mit vielen Produkten, die schnelle, rechtssichere Etiketten benötigen |
| Grüner Baum GmbHQuelle | Deutschland | 249 €/Jahr (Starter) | Produkt- und Herstellerprüfung, Risikoanalyse, Dokumentenprüfung, Etiketten- und Listingprüfung, Safety-Gate-Monitoring, Erstreaktion Behörden | Hersteller, die umfassende Compliance-Prüfung und Behördenkontakt wünschen |
| EAS ProjectQuelle | Nicht angegeben | 199 €/Jahr (1 Produkttyp), 349 €/Jahr (2), 690 €/Jahr (6), 1790 €/Jahr (16) | Produktprüfung, Dokumenten-Workflow, praktische Etikettenberatung | Unternehmen mit wenigen Produkttypen, die Beratung und Dokumentenmanagement suchen |
| EaseCertQuelle | Nicht angegeben | 400–600 € pro Kategorie, einmalig | Technische Dokumentation, Etiketten- und Warnhinweisprüfung, Marktüberwachung, Behördenreaktion, lebenslange Produktbetreuung | Hersteller mit Einzelprodukten, die vollständige technische Akten benötigen |
| eugpsr.euQuelle | Polen (EU) | 199 €/Jahr (1 Produkt), 299 €/Jahr (2), 549 €/Jahr (5) | Dokumentenprüfung, Registrierung, verantwortliche Person, EU-Adresse, Dokumentenspeicher, Behördenkontakt, Etikettenvorlage | Kleine bis mittlere Unternehmen mit wenigen Produkten |
| EuverifyQuelle | Nicht angegeben | Starter £490 (bis 5 Familien), Growth £790 (bis 20), Scale £1.490 (bis 50), Pro £2.390 (bis 100) | Technische Akten, Produktfamilien-Gruppierung, Risikoaufschläge, keine Etikettenprüfung angegeben | Hersteller mit vielen Produktfamilien, Fokus auf technische Akten |
Preise wie am 31. Oktober 2026 auf der Website des jeweiligen Anbieters veröffentlicht, zzgl. MwSt., sofern nicht anders angegeben. Jede Zeile verweist auf ihre Quelle.
Was verlangt das Gesetz? (GPSR, Artikel 9, 16, 19)
Die General Product Safety Regulation (GPSR, EU 2023/988) regelt die Anforderungen an die Produktkennzeichnung für nahezu alle Non-Food-Konsumgüter auf dem EU-Markt. Die wichtigsten Vorschriften betreffen die Pflichtangaben auf dem Produkt, der Verpackung oder einem Begleitdokument:
- Artikel 9: Name und Postadresse des Herstellers (keine Website), sowie eine eindeutige Typ-, Batch- oder Seriennummer, die das Produkt einer Produktionscharge zuordnet.
- Artikel 16: Name und Adresse der verantwortlichen Person (Responsible Person) mit Sitz in der EU, falls der Hersteller außerhalb der EU ansässig ist.
- Warnhinweise: In der Sprache jedes Landes, in das das Produkt verkauft wird. Die Sprache wird vom jeweiligen EU-Mitgliedstaat festgelegt, nicht vom Verkäufer. In der Praxis bedeutet das meist: alle 24 EU-Amtssprachen müssen auf dem Etikett stehen.
- Artikel 19: Diese Pflichtangaben müssen bereits im Online-Angebot sichtbar sein, nicht erst auf dem Produkt selbst. Das betrifft insbesondere Online-Shops und Marktplätze wie Amazon, Etsy oder eBay.
Die Anbringung der Angaben folgt einer Hierarchie: Zuerst auf dem Produkt selbst, falls technisch nicht möglich auf der Verpackung, andernfalls auf einem Begleitdokument. Ein häufiger Fehler ist das vorschnelle Ausweichen auf ein Beiblatt, was in Marktüberwachungsberichten regelmäßig bemängelt wird.
Für sehr kleine Produkte werden oft zwei Layouts benötigt: ein reduziertes On-Product-Label (Identität, Batch) und ein vollständiges Verpackungsetikett mit allen Warnhinweisen und Piktogrammen.
| Anbieter | Inklusive | Nicht inklusive | Zusatzkosten |
|---|---|---|---|
| EU Label Compliance | Druckfertige Etiketten, 24 Sprachen, Produktcode, Register | Keine Produktprüfung, keine technische Akte | Keine |
| Grüner Baum GmbH | Produktprüfung, Risikoanalyse, Behördenkontakt | Druckfertige Etiketten nicht explizit genannt | On request |
| EAS Project | Produktprüfung, Beratung | Druckfertige Etiketten nicht explizit genannt | On request |
| EaseCert | Technische Akte, Etikettenprüfung | Druckfertige Etiketten nicht explizit genannt | On request |
| eugpsr.eu | Dokumentenprüfung, Etikettenvorlage | Druckfertige Etiketten nicht explizit genannt | On request |
| Euverify | Technische Akte | Etikettenprüfung nicht angegeben | Risikoaufschläge |
Wichtig: Ein QR-Code oder Daten-Carrier darf Pflichtangaben ergänzen, aber nie ersetzen. Die Verantwortung für korrekte Angaben liegt immer beim Inverkehrbringer, unabhängig davon, ob ein Dienstleister beauftragt wird.
Wie wählt man den passenden Anbieter?
Die Auswahl des passenden Dienstleisters für GPSR-konforme Etiketten hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend sind Produktanzahl, gewünschter Serviceumfang, vorhandene Dokumentation und die Marktplatzstrategie. Nicht jeder Anbieter deckt alle Bedürfnisse ab:
- Produktanzahl und Varianten: Wer viele Produkte oder Varianten hat, profitiert von Anbietern mit Flatrate-Modellen (z. B. EU Label Compliance: unbegrenzt viele Produkte pro Markt und Jahr). Anbieter mit Einzelpreisen pro Produkt oder Kategorie (z. B. EaseCert, eugpsr.eu) sind für kleine Sortimente günstiger.
- Serviceumfang: Benötigen Sie nur druckfertige Etiketten oder auch technische Akten, Risikoanalyse, Behördenkommunikation und Dokumentenprüfung? Grüner Baum GmbH und eugpsr.eu bieten z. B. Behördenkontakt und Dokumentenprüfung, EU Label Compliance liefert ausschließlich Etiketten und ein öffentliches Register.
- Responsible Person: Für Nicht-EU-Hersteller ist eine Responsible Person in der EU Pflicht. Einige Anbieter (z. B. eugpsr.eu, Grüner Baum GmbH) bieten diesen Service mit an, andere nicht.
- Marktplatzanforderungen: Amazon, Etsy und eBay verlangen vollständige, mehrsprachige Etiketten und die Veröffentlichung der Pflichtangaben im Angebot. Prüfen Sie, ob der Anbieter alle Sprachen und Formatvorgaben abdeckt.
| Wenn Sie … | Sie brauchen … | Sie brauchen es nicht … |
|---|---|---|
| B2C in der EU verkaufen | GPSR-konforme Etiketten, ggf. Responsible Person | Wenn Sie nur B2B verkaufen und der Käufer übernimmt die Verantwortung |
| Mehrere Produkte/Varianten haben | Unbegrenzte Etiketten (z. B. EU Label Compliance) | Bei nur 1–2 Produkten reicht Einzelprüfung |
| Außerhalb der EU ansässig sind | Responsible Person in der EU | Wenn Sie einen EU-Distributor mit voller Verantwortung haben |
| Nur auf Amazon/Etsy/eBay verkaufen | Etiketten und Online-Angaben vor Kauf | Wenn Sie nur an Unternehmen verkaufen |
Praktisch: Prüfen Sie, ob Sie bereits eine technische Akte und Responsible Person haben. Falls nicht, wählen Sie einen Anbieter, der diese Leistungen mit abdeckt oder kombinieren Sie verschiedene Services.
Was ist im Preis wirklich enthalten?
Die Preisstruktur und die enthaltenen Leistungen unterscheiden sich erheblich zwischen den Anbietern. Ein genauer Blick auf den Leistungsumfang ist daher unerlässlich:
- EU Label Compliance: Enthält druckfertige Etiketten (PDF, SVG, PNG) mit allen Pflichtangaben und Warnhinweisen in 24 EU-Sprachen, einen permanenten Produktcode, ein öffentliches Register und eine 1:1-Proof-Datei. Keine Produktprüfung, keine technische Akte, keine Behördenkommunikation. Preis gilt pro Markt und Jahr, für unbegrenzt viele Produkte. Zertifikat und Produktcode sofort, Etiketten meist am selben Werktag.
- Grüner Baum GmbH: Bietet eine umfassende Compliance-Prüfung, Risikoanalyse, Dokumentenprüfung, wöchentliche Safety-Gate-Überwachung und Behördenkontakt. Die Erstellung druckfertiger Etiketten ist nicht explizit genannt, kann aber Teil des Service sein. Ideal für Hersteller, die einen Rundum-Service suchen.
- EAS Project: Fokussiert auf Produktprüfung, Onboarding, Dokumenten-Workflow und praktische Etikettenberatung. Die Erstellung druckfertiger Etiketten ist nicht ausdrücklich enthalten. Preis staffelt sich nach Produktanzahl.
- EaseCert: Liefert technische Akten, Etiketten- und Warnhinweisprüfung, Marktüberwachung und Behördenreaktion. Preis einmalig pro Produktkategorie. Druckfertige Etiketten werden nicht explizit erwähnt.
- eugpsr.eu: Dokumentenprüfung, Registrierung, Responsible Person, EU-Adresse, Dokumentenspeicher, Behördenkontakt und Etikettenvorlage. Druckfertige Etiketten werden nicht ausdrücklich bestätigt. Preis staffelt sich nach Produktanzahl.
- Euverify: Technische Akten, Produktfamilien-Gruppierung, Risikoaufschläge. Keine Angabe zu Etikettenprüfung oder -erstellung.
Vergleichen Sie immer, ob Sie nur Etiketten benötigen oder auch Dokumentenprüfung, Behördenkontakt und technische Akten. Zusatzleistungen können den Endpreis deutlich erhöhen.
Versteckte Kosten und typische Ausschlüsse
Viele Anbieter werben mit günstigen Einstiegspreisen, berechnen aber Zusatzkosten für Leistungen, die oft unverzichtbar sind. Typische Zusatzgebühren und Ausschlüsse:
- Risikoanalysen und Behördenkontakt: Bei Euverify fallen Risikoaufschläge an, Grüner Baum GmbH und eugpsr.eu bieten Behördenkommunikation teils inklusive, teils gegen Aufpreis.
- Weitere Produktfamilien oder Kategorien: EAS Project und Euverify staffeln die Preise nach Produktanzahl oder -familien. EaseCert verlangt einen einmaligen Betrag pro Kategorie.
- Erweiterte Beratung, Dokumentenmanagement: EAS Project bietet einen erweiterten Support für 199 €/Monat zusätzlich.
Oft nicht enthalten:
- CE-Prüfung, technische Akten oder Produktprüfungen (bei EU Label Compliance explizit ausgeschlossen)
- Rechtsberatung oder rechtliche Vertretung
- WEEE-, Batterie- oder EPR-Registrierung
- Verbindliche Haftung für Fehler in Kundendaten – die Verantwortung bleibt beim Auftraggeber
Beachten Sie auch Kündigungsfristen und Mindestlaufzeiten. Prüfen Sie, ob Sie wirklich alle angebotenen Leistungen benötigen oder ob eine reine Etikettenerstellung ausreicht.
Ablauf: So funktioniert die Beauftragung Schritt für Schritt
Der Weg zu GPSR-konformen Etiketten ist mit dem richtigen Anbieter unkompliziert, erfordert aber sorgfältige Vorbereitung. So gehen Sie vor:
- Markt und Produkt(e) auswählen: Legen Sie fest, in welche Länder Sie verkaufen und welche Produkte betroffen sind.
- Pflichtangaben und Dokumente zusammenstellen: Herstellerdaten, Responsible Person (falls außerhalb der EU), Produktidentifikation (Typ, Batch, Seriennummer), Warnhinweise in allen benötigten Sprachen.
- Anbieter auswählen und registrieren: Vergleichen Sie die oben genannten Anbieter nach Preis und Leistungsumfang.
- Daten eingeben und ggf. Nachweise hochladen: Je nach Anbieter erfolgt dies online (z. B. EU Label Compliance) oder per E-Mail.
- Etiketten und Dokumente prüfen lassen: Einige Anbieter prüfen auch die technische Dokumentation und Produktunterlagen.
- Druckfertige Dateien erhalten und prüfen: Bei EU Label Compliance erhalten Sie die Dateien meist am selben Werktag, bei anderen Anbietern variiert die Bearbeitungszeit.
- Etiketten anbringen: Bringen Sie die Etiketten auf dem Produkt, der Verpackung oder – falls beides nicht möglich – auf einem Begleitdokument an. Beachten Sie die Hierarchie der GPSR.
- Online-Angebot aktualisieren: Sorgen Sie dafür, dass alle Pflichtangaben auch im Online-Shop oder Marktplatzangebot sichtbar sind.
Checkliste für heute:
- Sind alle Pflichtangaben (Hersteller, Responsible Person, Produktnummer, Warnhinweise) vollständig?
- Sind alle relevanten Sprachen abgedeckt?
- Ist eine Responsible Person in der EU benannt (bei Nicht-EU-Herstellern)?
- Ist die Produktnummer eindeutig und rückverfolgbar?
- Sind Warnhinweise korrekt und verständlich übersetzt?
- Ist die technische Dokumentation griffbereit?
Risiken, Bußgelder und Folgen bei Verstößen
Die Folgen fehlender oder fehlerhafter GPSR-Etiketten können gravierend sein. Behörden und Marktplätze reagieren empfindlich auf Verstöße:
- Zurückweisung an der Grenze: Fehlt die Responsible Person oder sind Pflichtangaben unvollständig, wird die Ware oft schon beim Import gestoppt.
- Abmahnungen und Rückrufe: Marktüberwachungsbehörden können Produkte mit mangelhaften Etiketten aus dem Verkehr ziehen, Rückrufe anordnen und Bußgelder verhängen.
- Safety Gate (RAPEX): Verstöße werden öffentlich in der EU-Datenbank für gefährliche Produkte gelistet – ein Imageschaden, der oft über den eigentlichen Rückruf hinausgeht.
- Marktplatzsperrungen: Amazon, Etsy und eBay fordern den Nachweis konformer Etiketten und Pflichtangaben. Bei Verstößen drohen sofortige Sperrungen und dauerhafter Ausschluss.
Die Verantwortung bleibt immer beim Inverkehrbringer, auch wenn ein Dienstleister beauftragt wird. Fehlerhafte oder unvollständige Kundendaten werden von den meisten Anbietern nicht auf Richtigkeit geprüft.
Die Einhaltung der GPSR-Pflichten ist daher nicht nur eine rechtliche, sondern auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit für jeden, der Non-Food-Produkte in der EU verkaufen möchte.
Was Anbieter selten offen sagen
Viele Anbieter machen ihre Grenzen und Ausschlüsse nicht transparent. Hier die wichtigsten Punkte, die Sie kennen sollten:
- Haftung: Die meisten Anbieter übernehmen keine Haftung für Fehler in den von Ihnen bereitgestellten Daten. Die Verantwortung für die Richtigkeit bleibt beim Auftraggeber.
- Technische Akte: Nicht alle Anbieter erstellen oder prüfen die technische Akte. EU Label Compliance liefert keine technische Akte, EaseCert und Euverify hingegen schon.
- Rechtsberatung: Weder EU Label Compliance noch die meisten anderen Anbieter bieten rechtliche Beratung oder Vertretung an.
- Zusatzgebühren: Für Behördenkommunikation, Risikoanalysen oder zusätzliche Produktfamilien können erhebliche Zusatzkosten entstehen. Prüfen Sie die Preisstruktur genau.
- Kündigungsfristen: Viele Anbieter arbeiten mit Mindestlaufzeiten oder Kündigungsfristen. Prüfen Sie die Vertragsbedingungen vor Abschluss.
Entscheiden Sie, ob Sie wirklich den vollen Service benötigen oder ob eine reine Etikettenerstellung ausreicht. Für viele Online-Verkäufer ist die Kombination aus Etikettendienst und externem Responsible-Person-Service die günstigste Lösung.
Drei Szenarien aus der Praxis
- US-SaaS-Unternehmen, das Hardware in die EU liefert: Benötigt GPSR-konforme Etiketten, Responsible Person in der EU, alle Pflichtangaben auf Produkt/Verpackung und im Online-Angebot. Einfachste Route: EU Label Compliance für Etiketten, Responsible Person separat beauftragen (z. B. über eugpsr.eu).
- Chinesischer Amazon-Händler: Muss eine Responsible Person in der EU benennen, alle Pflichtangaben und Warnhinweise in 24 Sprachen liefern und im Amazon-Angebot veröffentlichen. Route: Anbieter mit Responsible-Person-Service und Etikettenvorlage, z. B. eugpsr.eu oder Grüner Baum GmbH. Für große Sortimente ist EU Label Compliance für Etiketten sinnvoll, Responsible Person separat.
- Britischer Online-Shop mit EU-Versand: Muss für EU-Verkäufe GPSR-konforme Etiketten und Responsible Person nachweisen. Route: EU Label Compliance für Etiketten, Responsible Person über einen externen Dienst. Bei wenigen Produkten kann eugpsr.eu günstiger sein.
Diese Beispiele zeigen: Die optimale Lösung hängt von Produktanzahl, Herkunftsland und Marktplatzstrategie ab. Prüfen Sie vorab, welche Pflichten Sie selbst erfüllen und welche Sie auslagern können.
Wann Sie das nicht brauchen
- Hersteller, die ausschließlich B2B innerhalb der EU verkaufen und deren Kunden die Verantwortung übernehmen
- Unternehmen, die bereits vollständige, aktuelle GPSR-konforme Etiketten und Responsible Person nachweisen können
- Verkäufer, die nur in Drittländern außerhalb der EU verkaufen
Häufige Fragen
Brauche ich GPSR-konforme Etiketten, wenn ich nur auf Amazon, Etsy oder eBay verkaufe?
Ja, denn Marktplätze verlangen die vollständigen Pflichtangaben nach GPSR. Die Angaben müssen bereits im Online-Angebot sichtbar sein, nicht erst auf dem Produkt. Ohne diese Angaben drohen Sperrungen oder Rückrufe.
Was ist eine Responsible Person und brauche ich sie?
Die Responsible Person ist eine in der EU ansässige, benannte Person oder Firma, die als Ansprechpartner für Behörden dient. Sie ist für alle Nicht-EU-Hersteller Pflicht, damit Produkte in der EU verkauft werden dürfen.
Sind Warnhinweise in allen EU-Sprachen Pflicht?
Ja, für jedes Land, in das verkauft wird, muss die jeweilige Landessprache auf dem Etikett stehen. Die meisten Anbieter liefern deshalb alle 24 EU-Sprachen, um Abmahnsicherheit zu gewährleisten.
Was passiert, wenn Angaben auf dem Etikett fehlen?
Fehlende Angaben führen zu Rückweisung an der Grenze, Abmahnungen, Rückrufen und Bußgeldern. Behörden veröffentlichen Verstöße öffentlich, was zu Imageschäden und Marktplatzsperren führen kann.
Wie schnell erhalte ich druckfertige Etiketten?
Bei EU Label Compliance erhalten Sie das Zertifikat und den Produktcode sofort, die druckfertigen Dateien meist am selben Werktag (bei Bestellung vor 15:00 Uhr). Andere Anbieter machen hierzu keine verbindlichen Angaben.
Sind technische Akten oder Produktprüfungen im Preis enthalten?
Nur einige Anbieter (z. B. EaseCert, Euverify) bieten technische Akten an. EU Label Compliance erstellt keine technische Akte und prüft keine Produkte. Prüfen Sie den Leistungsumfang vor Beauftragung.
Kann ich die Etiketten für mehrere Produkte verwenden?
Bei EU Label Compliance sind unbegrenzt viele Produkte pro Markt und Jahr abgedeckt. Bei anderen Anbietern gibt es oft Preisstaffeln pro Produkt, Produkttyp oder Kategorie.
Wie läuft die Beauftragung ab?
Sie registrieren sich beim Anbieter, geben die Produktdaten ein, laden ggf. Nachweise hoch und erhalten nach Prüfung die Etiketten. Bei EU Label Compliance läuft dies vollständig online und ohne Wartezeit auf das Zertifikat.
Welche Unterlagen muss ich bereitstellen?
Sie benötigen: Hersteller- und Responsible-Person-Daten, Produktidentifikation (Typ, Batch, Seriennummer), Warnhinweise, ggf. technische Dokumentation oder Konformitätserklärung.
Was ist ein permanenter Produktcode?
Ein permanenter Produktcode (z. B. bei EU Label Compliance) verweist auf ein öffentliches Register mit aktuellen Angaben. So bleiben bereits gedruckte Etiketten auch bei Adress- oder Warnhinweis-Änderungen gültig.
Welche Anbieter bieten Behördenkommunikation an?
Grüner Baum GmbH und eugpsr.eu bieten explizit Behördenkommunikation und Erstreaktion an. Bei anderen Anbietern ist dies entweder nicht enthalten oder nur auf Anfrage möglich.
Muss ich für jedes Land ein eigenes Etikett erstellen?
Nein, wenn alle Sprachen und Pflichtangaben enthalten sind, reicht ein Etikett für alle EU-Länder. Achten Sie aber auf länderspezifische Zusatzanforderungen.
Quellen
- EU Label Compliance: GPSR label requirements — eulabelcompliance.com
- Grüner Baum GmbH: GPSR Vergleich — eugpsr.de
- EAS Project: GPSR — easproject.com
- EaseCert: GPSR compliance — easecert.com
- eugpsr.eu: Pricing — eugpsr.eu
- Euverify: Pricing — euverify.com
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